Mittwoch, 29. Mai 2013

Capetown Southafrika

Nachdem wir uns 7 Stunden mit einem üblen Kater am Flughafen in Bangkok herum geschleppt haben, flogen wir um 3 Uhr Nachts nach Südafrika. Mit einem Stopp in Doha und einem kurzen Stopp in Johannesburg landetet wir Montag Abend um 7 in Capetown.
Barbecue im Township
Dort wohnt von meiner Oma die Cousine, also eine fernere Verwandte 2 Grades oder so. Auf jedenfall wollte ich sie unbedingt besuchen. Sie schickte uns jemand der uns abholt und zu ihr brachte. Am nächsten morgen wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt und wir schauten uns dann den Vorort etwas an. Wenn man nicht wissen würde das man in Afrika ist könnte man auch meinen wir wären irgendwo in Europa oder Amerika. Wir sahen eigentlich nur weiße, auf der Straße beim Einkaufen einfach überall. Afrikaner sah man nur an der Kasse als Park Einweiser oder  ähnliches. Ich hätte niemals gedacht, dass es so viele weiße in Capetown gibt. Aber das ist besonders im Vorort natürlich so.
Das Wetter war überraschend gut als wir bei Renate waren aber wir nutzen es nicht um auf den Tafelberg oder so zu gehen. Wir besuchten zwei mal ihren Mann der im Altersheim ist. Er ist 92 Jahre alt aber noch ziemlich fit. So gingen wir an einem Tag mit ihm essen. So gut wie dort haben wir die letzten 9 Monate nicht gegessen.

An einem regnerischen Tag gingen wir in eine Shopping mall. Denn ich brauchte unbedingt noch einen Pulli, hier ist es halt doch etwas kälter besonders am Abend. Aber die Winter Klamotten hier sind naja eher Frühlings Sachen. Also fand ich nicht wirklich etwas warmes.
Das wir endlich mal schwarze sehen konnten unternahmen wir eine Township tour.
Towenships sind die Gegenden in denen die Schwarzen leben. Man sollte nicht Abends und alleine in die Townships gehen da es gefährlich sein kann. Wir fuhren mit dem Auto und einem Typ der sich auskannte durch die verschiedenen Townships. In den bessern stehen normale kleine Häuser. In anderen Gegenden werden es dann nur noch Wellblechhütten. Von diesen Townships ist die ganze Stadt umrandet.Wir stoppten bei einem Metzger bei dem man Steaks und Würste kaufen konnte und diese gleich im hinteren Raum mit riesigen Holz Grill gegrillt wurde, sehr lecker.
Im Township

Die Diskriminierung ist hier immernoch sehr stark vorhanden. Früher während der Apartheid  die fast 80 Jahre ging wurden die Schwarzen von den Weißen unterdrückt. Sie durften sich nicht frei bewegen, hatte bestimmte Zeiten zum ausgehen, hatte bestimmte Orte zu wohnen und so weiter. Heute ist das irgendwie immer noch nur das noch mal eine Gruppe dazukommt und das sind die Coloured.
Diese wohnen auch in bestimmten Gegenden. Das ist eine Mischung zwischen schwarzen und weißen. Die Schwarzen mögen aber die Coloured nicht. Die Weißen die Schwarzen nicht. Man braucht eine bestimmte Hautfarbe um Berufe ausführen zu können .... also wirklich sehr seltsam. Jede Gruppe schimpft über die andere.
So gingen die 5 Tage bei Renate echt schnell vorbei. Wir wurden wunderbar bekocht und umsorgt. Doch nun wollten wir mal in die Stadt und fuhren am Samstag nach Capetown, dort bezogen wir ein Hostel. Die Preise sind ziemlich teuer, für ein Dorm zahlen wir 10 Euro  pro Person.

Sooo groß ist ein Wal maul.

Wir wohnen in der Long Street die bekannteste backpacker Straße in Capetown. Die Stadt ist sehr schön viele Kolonialbauten, man hat wenn das Wetter mitspielt den Tafelberg und den Lions head als unglaublich schönen Hintergrund. Am ersten Tag in der Stadt steuerten wir wie immer ohne Ziel umher. Wir gingen gegen Abend in das SA Museum. Doch es waren nur Tiere von Afrika ausgestellt, das war schon in Ordnung doch ich wollte lieber etwas mehr über das Land selbst erfahren. Auf dem Rückweg liefen wir durch den Park indem es von Eichhörnchen Mäusen und Ratten wimmelt. Überall sieht man die kleinen Tiere. Die Eichhörnchen sind so zahm das man sie füttern kann.

Pinguine in Simons town

Am Nächsten Tag wollten wir auf eine Stadtrundfahrt mit Weinprobe. Wir haben uns kein Wecker gestellt und kamen erst um 1 Uhr oder so los. Wir fuhren durch die Weinanbaugebiete und stiegen für die Weintour aus. Der erste Bus fuhr vor unsere Nase weg also gingen wir zu einer anderen und Testeten dort erst einmal ein Glas. Wir bekamen den nächsten Bus und stiegen bei der zweiten Winzerei aus. Dort sagte sie uns dann aber das es zu spät ist und sie nichts mehr ausschenken. So hatten wir genau ein Glas Wein. ^^  Auf dem Rückweg in die Stadt fuhren wir die Küstenstraße entlang und kamen durch ziemlich teure Gegenden. Doch für solch einen Ausblick auf den Atlantik zahlt man den Preis gerne. Am Abend gingen wir noch einkaufen denn wir haben wieder eine Küche und können so selber kochen.
Wib presentiert...
das Kap der guten Hoffnung 
Dienstag sind wir früher aufgestanden. Wir wollten zum Kap der Guten Hoffnung. Wir  fuhren mit dem Zug nach Simonstown. Wir lösten ein 3 Klasse Ticket und stiegen einfach irgendwo ein. Bei der vorletzten Station kamen dann doch noch Schaffner die uns sagten wir sitzen in der ersten Klasse. Also gab es erst einmal ein Ticket. Wir hatten keine Ahnung wie wir von Simonstown an das Kap der guten Hoffnung kommt. Also gingen wir in eine Touri info und fragten ob es einen Bus gibt. Die Strecke von der Stadt bist zum Eingang betrug 12 km und vom Eingang zum Kap nocheinmal 15 km. Es gab keinerlei öffentliche Transportmittel es gab nur Taxi oder eine Tour für insgesamt 50 Euro. Das war viel zu teuer. Wir gingen dann erst einmal zu den Pinguinen in Simonstown. Dort gibt es die Afrikanischen Pinguine. Man kann dort über einen Steg zum Strand laufen und die Pinguine unter einem beobachten.  Auf dem Rückweg meinte ich zu Wib wir trampen einfach. Er war zwar anfangs nicht davon überzeugt doch nachdem gleich das 5 Auto anhielt änderte sich das. Es war eine ältere Frau die in dem Ort wohnte und uns bis zum Eingang fuhr. Dort kauften wir dann Eintrittskarten. Die Frau am Schalter fragte uns 5 mal ob wir wirklich laufen wollen es sind 15 km und ihr braucht 10 Stunden meinte sie.

Kap der guten Hoffnung 
 Egal so liefen wir los und hielten unseren Daumen raus. Es dauerte relativ lang doch das machte nichts denn es war wirklich schönes Wetter und die Landschaft noch viel schöner. Auf dem Weg begegneten wir 2 Schildkröten. Ein Surfer nahm uns dann noch ein ganzes Stück mit doch er bog vorher irgendwo ab. Mit einem Pärchen sind wir dann bis zum Kap der guten Hoffnung gefahren das ist der Südwestlichste Punkt von Afrika. Die Steil Klippen sind Atemberaubend.Von dort aus gab es einen Wanderweg auf dem man zum Cape Point laufen kann. Dies ist ein alter Leuchtturm von dem man eine Wahnsinns Aussicht hat. Wir liefen ca eine Stunde an verlassenen Stränden und Klippen zum Südlichsten Punkt Afrikas. Da wir nicht wussten wie spät es war liefen wir langsam zurück denn wir wussten nicht wie lang wir brauchen und mussten einen der letzten Züge erwischen. Doch wir standen keine 5 Minuten an der Straße als uns gleich ein paar Belgier mitnahmen. Mit diesen fuhren noch zu einem anderen Abschnitt an dem man bei Ebbe überall Schiffswracks sehen kann. Doch wir hatten keine Ebbe :). Auf dem Rückweg sahen wir dann auch noch die berüchtigten Bamboons. Das sind größere Paviane. Diese brechen in Häuser ein, sie wissen wie Autotüren aufgehen und suchen dann alles nach Futter durch. Es gibt extra Bamboon streifen diese beobachten wo sie sich aufhalten und alarmieren die Bewohner falls sie zu nahe kommen.


Die Belgier fuhren uns genau bis zum Bahnhof von dort wir unseren Zug bekamen und diesmal in Richtigen Abteil. Doch unser Zug streikte an einer Haltestelle. Als dann die Lichter ausgingen Stürmten alle Afrikaner aus dem Zug. Dann ging ein Licht wieder an alle Stürmten zurück das Spiel wiederholte sich ein paar mal. Als der Zug ohne Vorwarnung einfach losfuhr und viele noch so rein springen mussten. Wir schleppten uns im Schneckentempo bis zum nächsten Bahnhof. Von dort gab es einen Anderen Zug auf dem anderen Gleis in den wir mussten. Alle Menschen aus dem ganzen Zug rannten wie noch mal was über die Brücke in den nächsten zu und wir mittendrin ^^. So kamen wir dann doch abends um 9 endlich in unserem Hostel an .


Vom Capepoint in Richtung Festland 


Baboons


















Am nächsten Tag war es ziemlich kalt und windig. Deswegen blieben wir zu hause. Wir waren nur kurz draußen zum einkaufen. An unserem letzten Tag in Capetown hatten wir Glück mit dem Wetter. Wir standen früh auf denn wir wollten noch zum Table mountain. Da das Wetter hier so unbeständig ist und schnell um schlägt sind wir gleich los. Wir liefen mal wieder doch auf dem Weg hielt ein Tuk Tuk das einzige in Capetown und wir fuhren mit diesem bis zur Gondel. 
Der Preis hin und zurück betrug 205 Rant (17€) wir hatten irgendwie mit 80 Rant oder so gerechnet und hatten nicht so viel Geld mit uns. Ich hatte zufällig meine Kreditkarte dabei sonst wären wir umsonst hingefahren :). Nach mehr oder weniger kurzem anstehen fuhren wir mit der Gondel nach oben. Die Gondel ist eigentlich ganz schön es passen viele Leute rein und der Boden dreht sich auf dem Weg nach oben. 















Dank des schönen Wetter hat man eine unglaubliche Aussicht auf Capetown, Kap der guten Hoffnung und die Küste. Wir liefen einmal um den Tafelberg . Später wurde es ziemlich windig und Kalt. Also machten wir uns auf den Rückweg. Wir waren wirklich froh das wir noch Glück mit dem Wetter hatten und diesen schönen Ausblick sehen konnten.



Danach holten wir uns noch das Busticket denn morgen geht es weiter nach Mossel Bay. Leider sind die Busverbindungen nicht mehr so gut wie in Asien oder Südamerika. Es gibt nur zwei Busse einen morgens um 6:30 oder nachmittags um 16:00. Wir fahren mit dem frühen denn wir wollen nicht im dunkeln ankommen :) .
Zentrum von Kapstadt im Hintergrund Robben island

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