Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ab nach Espejillos

Wir kamen früh in Santa Cruz an und hatten den ganzen Tag Zeit um nichts zu tun.Ganz so auch wieder nicht, da wir noch nicht wirklich wussten was wir machen sollten, waren wir erst einmal damit beschäftigt, Infos zu bekommen was man hier überhaupt tun kann. Wir wurden fündig und beschlossen unser 1te kleine Trekkingtour zu starten. Wir wollten am nächsten Tag in den Nationalpark Amboro. Dort gibt es einen Ort namens Espijillos an diesem laufen über ein Wasserfall 22 Natürliche Schwimmbecken zusammen. Laut Angabe kann man den Weg nur in der Trockenzeit begehen da man mehrmals einen Fluss durchqueren muss. Also wollten wir alles einkaufen was wir brauchten. In Santa Cruz gibt es nur sehr wenige Supermärkte bzw weit ausserhalb. Diese werden aber durch riesige Märkte ersetzt. Die größten sind 2-4 Blocks groß. Dort kann man alles kaufen was das Herz begehert. Ich finde es etwas schade ist das alles nach Straßen sortiert ist. In einer Straße gibt es nur Handy s oder Zubehör, in der anderen gibt es nur Kinderklamotten oder nur Hygieneartikel. Sieht man den ersten Stand hat man die ganze Straße gesehen.
Zurück im Hostel angekommen gab es erst mal eine Kleinigkeit zu essen und ein Sprung in den Pool (hatte ca 34 Grad :-P ). Wir packten alles aus was wir nicht brauchten um dies im Hostel zu lassen. 
Am nächsten Morgen starteten wir voll motiviert früh Morgens nach San Jose. Meine erste Aktion der Tour war erst einmal aus dem Bus zu fallen. Es ist schon schwer ohne Backpack aus nem kleinen vollgestopften Bus zu kommen aber mit, Katastrophe. Von dort aus ging es mit kleinem Umweg an den Rio Pirai. Den wir durchqueren mussten. Dies war nicht das große Hindernis da es schon länger nicht geregnet hatte.

Nach Erfolgreicher Flussüberquerung mussten wir nur noch einer Straße folgen. Gott sei dank ihr kennt ja unseren Orientierungssinn. Es zogen sich kleine Hütten und Bauernhöfe die Straße entlang, manche von diesen verkauften Getränke, aber nicht aus der Flasche oder Dose sondern aus der Plastiktüte.
Nach der ersten Stunde dachten wir, sterben zu müssen. Es hatte über 30 Grad und wir liefen großteils in der Prallen Sonne Berg auf und Berg ab. Der Ausblick über den Nationalpark entschädigte natürlich einiges.  Nach 2 Stunden kam endlich ein Abschnitt des Flusses der etwas Wasser hatte ein Segen. Das fanden nicht nur wir sondern auch ein Schwein das uns zum Flüsschen folgte. Außer dem Schwein sahen wir ein paar Eidechsen, Leguane und eine kleine Baby Schlange.



Nach 3,5 Stunden erreichten wir 
endlich Espejillos. Dieser Spot war aufjedenfall alle Mühe wert. 
Die Pools hatten klares Wasser das man gar nicht wusste in welchen man  erstes springen wollte. 
Wir verbrachten den Tag mit Essen, Sonnen, Wein trinken und Angeln (und wir haben wieder was gefangen XD ). Gegen Abend schlugen wir unser Zelt auf und kochten über einem kleinen Feuer unsere Nudeln. 

Da es so heiß war beschlossen wir die äußere Hülle des Zeltes wegzulassen. Sollte sich als Fehler heraus stellen. In der Nacht fing es an zu Gewittern und zu schütten was nur runterging. Also mussten wir schnell irgendwie die Regenfolie aufs Zelt bekommen. Hat nicht wirklich funktioniert. Denn das Wasser lief unaufhörlich in unser Zelt. Wib flüchtete und schliefen draußen unter einer Hütte. Ich suchte mir das letzte trockene Eck im Zelt und "schlief" dort. 
Am nächsten Morgen hat sich am Wetter nichts geändert. Das erste was uns beiden einfiel war das im Reiseführer stand nach schweren Regenfällen kann es sein das man den Fluss nicht mehr passieren kann. Aber wir waren ja noch 3,5 Stunden von diesem Problem entfernt. Die Straße verwandelte sich in ein Matsch Grube. Nach dem jeder von uns zusätzliche 4 kg Schlamm an seinen Schuhen hatte gingen wir Barfuss den restlichen Weg. Der Regen hörte auch langsam auf und so war es dann doch ein ganz angenehmer Weg zu laufen. Der Fluss den wir am Tag vorher durchquert hatten war nun ca 3 mal so breit und fast hüfthoch tief. Doch wir kamen durch ohne rein zufallen. 

Da wir beschlossen das die Tour anstrengend genug war verlief die Restliche Woche in Santa Cruz eher "ruhig". Wir wollten mal wieder Feiern gehen und da war Santa Cruz genau die Richtige Stadt.
Die Leute hier sind unglaublich freundlich und teilen alles. Wir bekamen für den nächsten Tag Einladungen uns zu treffen und hatten Telefonnummern auf unserer Karte stehen die wir anrufen sollten. Wir taten keines von beiden da wir die Namen und Straßen am nächsten Tag schon wieder vergessen hatten. Aber wir trafen alle Leute am nächsten Tag in einem anderen Club wieder und hatten noch einmal ein guten Abend zur elektronischen Musik.
Am Samstag ging unser Bus nach Sucre die Hauptstadt von Bolivien diese liegt auf 2700 Metern Höhe. Es sind ungefähr 600 km die wir sonst in andern Ländern in 6-7 Stunden zurücklegten. Aber hier sollte die Fahrt 16 Stunden gehen. Heute, Sonntag, wissen wir auch warum. Unser Bus war nicht gerade komfortabel bzw eigentlich ein ganz normaler Bus. Die Straße die wir 13 von 16 Stunden fuhren war eher ein Schlaglochfeld. Obwohl es Nachts war, die Straße ziemlich eng und es teilweise 100 Meter in die Tiefe ging überholte unser Bus dennoch LKW s oder andere Sachen die zu langsam waren.Sehr Abenteuerliche fahrt :).
Aber wir sind im Wunderschönen Sucre mehr oder weniger gut angekommen denn ich bin zum zweiten mal in der Woche aus dem Buss gefallen. Nun wächst mir gerade ein drittes knie :)
Grüße nach Hause 





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