Freitag, 26. Oktober 2012

Loko La Paz

Sucre

Hallo Liebe Leute dieses mal wird aus einem ein Wochenbericht ein zwei Wochenbericht da uns wieder mal das Bolivianische Internet einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und eine spontane 3 Tages Jeep Tour aber dazu später.

So wie jeden ersten Tag in einer neuen Stadt machten wir erst mal eine kurze Stadttour. Sucre ist auf unserer Reise die schönste Stadt die wir gesehen haben. Auch weiße Stadt genannt da die meisten alten Kolonialbauten weiß gestrichen sind  liegt sie in einem Tal umgeben von Bergen so wie in jedem Tal halt XD. Wir hatten viele Ideen was wir machen könnten. Wir wollten ein paar Spanisch Stunden nehmen, haben uns überlegt zu heißen  Quellen zu fahren oder die Dinosaurier Fußabdrücke aus der nähe anzuschauen.Doch als aller erstes schauten wir wo es etwas zu essen gab und es gab überall billiges und gutes Essen. Wir haben die 4 Tage so viel Geld für Essen ausgegeben unglaublich. Als wir einen Flyer in einem Restaurant sahen ,wurde unser Plan was wir hier machen wollten, über den Haufen geworfen. Motorrad Tour in den Anden war angesagt. Dienstag morgen wurden wir abgeholt. Ich fuhr auf einer Honda 250 ccm und Wib fuhr 450 ccm Quad. Wir fuhren 3 Stunden über Serpentinen Staub Schotter Wege. Manchmal kreuzte eine Schaf Herde oder ein paar Esel die Straße. Die Schafe gingen wenigstens aus dem Weg im Gegensatz zu den Eseln. Leider war die Zeit natürlich viel zu schnell rum und so kamen wir staubig und happy gegen Mittag wieder zurück. Perfekte Zeit zum essen. :) Später am Tag gingen wir in die Stadt und trafen eine Nordkoreanerin aus Deutschland die uns erst mal zum Kaffee einlud. Ziemlich verrückte Frau aber der Kaffee war gut und umsonst.

Wir mit TNT O_o

So zurück zu unseren Punkten die wir machen wollten.Die hatten sich erledigt. Denn irgendwie haben wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Bzw wir hatten mal wieder kein Geld da wir auf die Überweisung auf Wibs Karte warteten also war Sparmodus angesagt. Wir hatten zum Schluss nur noch 4 Bolivianos( 50 Cent) also wir in den Bus nach Potosi gestiegen sind.
Potosi ist eine Silbermine im wahrsten Sinne des Wortes. Dort wird Silber in den Mienen abgebaut. Das Silber in den Mienen war für den einen ein Segen doch für die meisten Arbeiter ein Fluch. In der Geschichte des Silberabbaus starben Tausende Arbeiter durch Erschöpfung oder durch Unfälle. Heute kann man die Mienen besichtigen. Sie sind nicht für Touristen umgebaut und es wird immer noch Silber abgebaut. Dies wurde uns hautnah gezeigt als wir Samstag morgen zur Mienen Tour abgeholt wurden. Als erstes bekamen wir unsere Ausrüstung danach ging es auf den "Miners market" ,dort kaufte man kleine Geschenke für die Minenarbeiter Wasser, Cocablätter oder TNT. Ihr habt richtig gelesen in Potosi kann man legal Dynamit für 3 Euro kaufen. Wir haben es uns stark überlegt aber sind doch zu dem Entschluss gekommen das TNT in unseren Händen kein gutes Ende nehmen kann.
so krochen wir durch die Miene 
In der Miene angekommen konnten wir uns langsam ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen. Es war eng staubig und verdammt heiß. Als wir weiter ins Innere kamen konnten wir nur noch auf allen vieren oder robbend weiter kommen. Oh Mann die Konstruktion, die die Wände halten sollten sah wirklich nicht vertrauenserweckend aus. Viele Balken waren gebrochen, Steine vielen herunter oder man wurde fast von den Mienen Arbeiter überfahren. Aber es war wirklich interresant zu sehen unter was für Bedingungen der Silberschmuck den wir alle kaufen hergestellt wird.


Ich hab ihn am Hacken :)
Am nächsten Tag fuhren wir mit 4 anderen aus unserem Hostel nach Uyuni. Eine Deutsche, Ein Pärchen aus Manchester und Tareck unser Ägyptischer Kumpel.
Eigentlich wollten Wib und ich auf eigene Faust in die Salzwüste schauen. Doch wir wurden mehr oder weniger überredet eine 3 Tages Jeep Tour mitzumachen. Gott sei dank. Es war einfach überragend.
Wir fuhren Sonntag morgen los. Die erste Stadion war die Salzwüste von Uyuni. Mit seinen 10.000 km^2 ist es der größte Salzsee der Welt.  Abgesehen von der Schönheit des weißen nichts um einen herrum kann man dort sehr lustige Bilder machen.
Er raucht sie alle in der Pfeife 
Weiter ging es zu einer Kakteen Insel mitten in der Salzwüste. Die komplette Insel ist von 4 bis 6 Meter hohen Kakteen überseht. Gegen Abend fuhren wir in unsere Unterkunft. Die Häuser waren aus Salzsteinen gebaut der Boden in den Zimmern bestand ebenso aus Salz. Der nächste Tag begann früh, um halb 8 fuhren weiter zum Vulkan Ollague. So ruhig und heiß der erste Tag durch die Salzwüste war, so robust und kalt ging es am zweiten Tag weiter. Denn jetzt musste unser Lexus Jeep zeigen was er konnte . Die erste Stopp war am Vulkan Ollague. Er ist immer noch aktiv und man kann etwas Rauch sehen.
Kakteen Insel 

Außerdem war es verdammt kalt, denn wir bewegten uns zwischen 4500 und 5000 Metern. Wir hatten natürlich nicht damit gerechnet und waren mit Flip Flops und T-shirt unterwegs. Doch der Ausblick entschädigte natürlich alles, auch wenn wir meistens froh waren schnell wieder in unseren Jeep zu kommen. Als nächstes hielten wir am Lake Canapa. Wie gesagt wir fuhren durch die Anden und auf ein mal sahen wir einen Riesen See mit Hunderten Flamingos darauf. Doch das allerbeste war die Laguna Colorade. Wie man vermuten kann ist das Wasser farbig. Es hat eine Blutroten glanz. Das war das unglaublichste was wir je gesehen hab. Die Algen und der hohe Mineralstoffgehalt gibt dem Wasser seine Rote Farbe.
Unsere zweite Nacht verbrachten wir in einer einfachen ziemlich kalten Unterkunft. Zum Glück hatten wir mitgedacht und uns zusammen 2 Flaschen Rum für die Kälte mitgenommen.

 Punkt halb 9 wurde der Strom abgestellt. Was aber nicht weiter schlimm war denn wir mussten am nächsten morgen um 5 aufstehen. Denn heute mussten wir den ganzen Weg wieder zurückfahren. Doch vorher  gingen wir noch in eine heißen Quelle baden. Außentemperatur lag bei ungefähr 10° doch das Wasser hatte angenehme 30 C°. Wir wollten gar nicht mehr raus. Doch leider hatten wir noch einen langen Nachhauseweg vor uns.
Wir fuhren ca 10 Stunden zurück. Doch wir hatten mehr Platz im Auto da 2 von uns von San Pedro weiter nach Chile gefahren sind.
Wir kamen gegen 17 Uhr in Uyuni an und fuhren 3 Stunden später gleich weiter nach La Paz. Die Fahrt dauerte noch einmal 12 stunden. Doch sie fühlte sich noch schlimmer an wie die Fahrt im Jeep. Denn es waren ca die gleichen Straßen, doch da wir ziehmlich fertig von der Tour waren  schliefen wir die meiste Zeit.

Mount Everest ich komme 
So da standen wir nun früh morgens in La Paz. Uns wurde vorher schon viel über die Stadt erzählt,wie verrückt und abgedreht sie ist.  Das wollten wir natürlich rausfinden. Wir checkten in unserem Hostel ein und gingen erst einmal auf Stadterkundung. Das erste was uns auffiel war, dass die ganze Stadt nur aus Taxis und Bussen besteht.
Wie in jeder Großstadt in Bolivien gibt es natürlich Märkte. Doch in La Paz ist La Paz der Markt. Es gibt so gut wie keine Straße in der nichts verkauft wird. Das besondere hier ist, dass es den whiches market (Hexen Markt) gibt. Das ist ein Block an den Frauen alles erdenkliche an Kräutern, Pulvern, Figuren, besonderes Holz und Lamas verkaufen. Die Lamas sind nur leider Tot und es sind meist ungeborene. Manche von ihnen haben schon Fell. Sie sollen Glück bringen oder so. Naja sieht aufjedenfall ziemlich heftig aus wenn da so n Bündel Lama Babys hängt.
Sonst ist La Paz verdammt anstrengend zu besichtigen. Die Stadt ist in einem Tal gebaut und von da her geht es entweder auf oder ab. Da sie auch auf 3900 Metern liegt, glaubt man nach dem 2 stock einen Marathon gelaufen zu sein. Doch die Einwohner haben ein gutes Mittel dagegen, langsam laufen, Coca kauen und das tun wir auch :).
Was uns auch sehr entgegenkommt ist das noch billigere Essen hier. Man bekommt sein Mittagessen Mit Suppe Hauptgang und manchmal Nachtisch für 50 Cent bis 1 Euro.
Wir stellten uns letztens auf eine Waage und Wib hat zugelegt. Ich glaube er ist der erste Weltreisende der mit mehr Gewicht zurück kommt.Wir Haben in La Paz eigentlich nicht viel vor außer die Stadt zu genießen.Aber einen Punkt haben wir auf unserer Liste,die Todesstraße. Einer der gefährlichsten Straßen der Welt. Mittlerweile ist sie für Autos gesperrt. Doch man kann die 61 km mit dem Mountainbike fahren. Es geht von 5200 Metern in 6 Stunden auf 1300 Metern runter das kann nur Spaß machen aber dazu nächste Woche und ich hoffe diesmal wieder Pünktlich. Mal schauen ob das Internet in Peru besser ist.










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